Links, zwo, Hartz vier – mit dem Schrittzähler zum neuen Job

In Ostdeutschland greifen zwei Jobcenter zu skurrilen Mitteln. Mit Schrittzählern sollen Hartz-4-Bezieher zu mehr körperlicher Bewegung animiert werden. Gewonnen hat, wer die längste Strecke zurückgelegt hat.

Dies ist nur eines der vielen menschenunwürdigen Beispiele, die das “Hartz-4-System” seit geraumer Zeit mit sich bringt. Ein System, das darauf aufbaut, jedem Menschen die Vollbeschäftigung zu versprechen und diese auch gleichzeitig zu erzwingen. Mit wenig Erfolg, wie die Zahlen es vermuten lassen.

In einer Zeit, in der Vollbeschäftigung für alle nicht mehr realisierbar ist, in einer Zeit, in der Menschen teilweise froh sind, wenn sie “nur” 40 Stunden die Woche arbeiten müssen, in einer Zeit, in der lächerliche Löhne und übermäßige Abzüge dazu führen, dass es erträglicher ist zu Hause zu bleiben, als arbeiten zu gehen, bedarf es einer dringenden Umstrukturierung.

Die Antwort ist so nahe liegend wie umstritten: Ein Bedingungsloses Grundeinkommen. Hier gibt es verschiedene Finanzierungsmodelle, die zu einer Umsetzung in Frage kommen würden. Die Grundidee bleibt bei allen die gleiche: Ein solidarisches, menschliches und funktionierendes Miteinander.

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