Rockharz 2011 – Review

Das Rockharz 2011 überzeugte wieder einmal auf allen Ebenen.
Wetter
Abgesehen von vereinzelten Sturmeinlagen, gab es jede Menge bombastisches Wetter. Wem es nach Abkühlung dürstete, konnte es sich an einem der Seen des Umlandes gemütlich machen, oder sich ganz einfach von den hin und wieder in die Zuschauermenge gerichteten Feuerwehrschläuchen berieseln lassen.
Donnerstag
Die Anreise war gewohnt unkompliziert, ein geeigneter Zeltplatz schnell gefunden. Eröffnet wurden die Konzerte am Donnerstag von Dreamshade. Bis zum Nachmittag konnte man hier noch die pralle Sonne genießen, kurz nach den grandiosen Stratovarius zogen dann allerdings die Wolken auf, so das einige der späteren Bands wie Frei.Wild, Hypocrisy und Amorphisfür viele im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fielen.

Freitag
Bereits um 11:20 legten am Freitag Vogelfrey gefolgt von Stahlmann einen gut besuchten Anfang hin. Einen gravierenden Anstieg der Stimmungskurve gab es spätestens nach End of Green, als mit Alea und Co die Spielmänner von Saltatio Mortis die Bühne betraten. Mit gewohnter Begeisterung boten die Jungs ältere, aktuelle und auch noch unveröffentlichte Werke.
Nach Tarja und Dark Tranquillity hieß es dann „Let the hammer fall“ und man konnte sich bis um Mitternacht von Hammerfall begeistern lassen.
Zu später Stunde dann wurden die müden Leiber noch einmal gefordert durch die grandiosen Fiddler’s Green. Erst gegen 1:45 wurde man mit einem „bugger of you peasants“ wahlweise in Richtung Zelt, oder After-show Party gescheucht.

Samstag
Mit feinstem Hard-Rock wurden die Zuschauer von MotorJesus wach gehämmert um gleich darauf mit nun wachem Verstand eben diesen wieder zu benebeln, als mit Met und Miezen Feuerschwanz die Bühne betraten und ihre eigens kreierte Metmaschine das Publikum anheizte.Im Anschluss fiel Tyr leider zunächst einigen technischen Problemen zum Opfer.
Rasant wurde es dann wieder zu Turisas, die mit feinstem Folk-Metal begeisterten. Hiergegen etwas ruhiger fiel im Anschluß die Letzte Instanz aus.
Es folgten zwei Bands mit je drei Buchstaben: die schrillen Jungs von J.B.O., wie gewohnt in rosa gehüllt, mit einem gut durchmischten Programm und U.D.O. Die mit ihrem klassischem Heavy Metal eine gute Show lieferten.
Freunde der Pyrotechnik konnten sich bei In Extremo so richtig ausleben. Neben einer spektakulären Show, bekam man hier feinstes Spielmannsgut auf die Ohren und nach rasanten Stücken wurden immer wieder erholsame Stücke eingebracht.
Eines der Highlights des Festivals waren im Anschluss Haggard. Wenn auch zu Beginn leider einige Schwierigkeiten seitens der Tontechnik vorlagen, war diese Band nach Beseitigung der Probleme ein einmaliges Erlebnis. Eine perfekte Mischung aus klassischem und gutturalem Gesang und eine wunderbare Komposition diverser Instrumente, wobei diese mit ca 12 Stück noch niedrig besetzt waren.

Zusammenfassung
Was macht nun das Rockharz aus? Das Rockharz ist nicht zu groß und doch ist bis tief in die Nacht für jeden etwas zu tun. Es gibt genau zwei Bühnen, die sich direkt nebeneinander befinden. Hierdurch kommt es im Gegensatz zu manch anderen Veranstaltungen zu keinerlei Überschneidungen. Während die eine Band spielt, wird nebenher für die nächste bereits im Stillen die Tontechnik eingerichtet, so dass auch die Übergänge zwischen den Bands nur minimal ausfallen.
Für mich ist klar, beim Rockharz 2012 werde ich wieder dabei sein. Bisher bestätigt ist Arch Enemy.

Mehr Infos unter: http://www.rockharz-festival.com/das-war-rockharz-2011

so long
Marvin Pollock aka mprof

About Marvin Pollock